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Samstag, 27. August 2016 - 13:37 Uhr
Probebeginn fürs zweite Halbjahr

Die Probearbeit fürs (Unterhaltungs-) Neuhahrskonzert im Januar hat begonnen. Es erwartet Sie eine einzigartige Silvesternacht, in der Sie mehr als nur einmal zum Neujahr anstossen werden. Viel mehr wird an dieser Stelle noch nicht verraten. Nur soviel:

Was: Unterhaltungskonzert der HMF
Wo: Lindensaal Flawil
Wann: 14. oder 15. Januar 2017

Donnerstag, 25. August 2016 - 00:11 Uhr
Und schon ist's wieder vorbei...

…aber schön war’s, dieses Abenteuer. Es ist halt so eine Sache mit diesen Musikfesten. Kaum betritt man den Reisecar, sieht man sich schon wieder zuhause aussteigen. Ob die frische Seeluft des Genfersees oder das Kloster in St. Maurice dafür verantwortlich sind? Man weiss es nicht. Einen Grund wird’s geben. Aber alles der Reihe nach….

Die Harmoniemusik Flawil hat sich das letzte halbe Jahr intensiv auf das grösste Blasmusikfest der Welt, das eidgenössische Musikfest, vorbereitet. Dazu zählten nicht nur reguläre Gesamtproben, sondern auch Satzproben, individuelle Proben mit ausgewählten Registern, normale Registerproben, Marschmusikproben, Zusatzproben, ein Probewochenende und ein Probekonzert. Sogar der Ablauf des Wettspiels wurde (mehr oder weniger) 1:1 durchgespielt. Dies war wichtig, mussten sich doch die Musikanten am Tag des Wettspiels um 05:15 Uhr besammeln. Da war man froh um jedwede Erfahrung im «Musizieren beim Wachwerden».

Mitunter war dies auch der Grund, weshalb sich die HMF nicht erst am Tage des Wettspiels, sondern schon am Freitag auf nach Montreux machte. In einem Reisecar von Sandro Hegglin fuhren die 40 Mitglieder der HMF auf direktem Weg ins Abenteuer nach Montreux. Dank der guten Verkehrslage und der unterhaltenden Jass-Runden waren sie scheinbar rasch am Ziel und konnten einen Extrahalt oberhalb von Montreux einlegen. Bei schönstem Sommerwetter konnte man die Aussicht über Montreux und den Genfersee geniessen.
Kurze Zeit später traf die Gruppe in St. Maurice ein. Keine grosse Stadt, aber das Hotel, ein ehemaliges Franziskaner- Kloster, war nicht einmal so leicht zu finden. Und dank der engen Strassen noch weniger. «Im Wallis ist halt alles ein bisschen eng», dachte sich wohl der Carchauffeur, fuhr einmal links und einmal rechts um den Kreisel und parkierte rückwärts seinen Koloss sieden fein direkt vor der kleinen Pforte der Hôtellerei franciscaine.

Vor dem Znacht blieb kurz Zeit für einen kleinen Stadtrundgang. Aber nicht zu lange, denn schon nach dem Znacht wurde im Kloster die letzte Probe vor dem Wettbewerb abgehalten. Diese gehen ja bekanntlich immer in die Hosen, damit’s am Wettbewerb dafür rund läuft. Dies war bei der HMF nicht anders. Die Probe war zwar super und es kamen alle Töne aus dem Instrumenten, was man aber nicht von allen Reinigungstüchern behaupten kann. Das Sopransaxophon und die Klarinette mussten bis auf die letzte Klappe zerlegt, entstopft und wieder zusammengebaut werden. Als die einen Musikkollegen schon wieder beim Stadtrundgang waren, trafen die Reinigungsprofis halt etwas später ein. Aber es fanden alle bequem im Restaurant Platz.

Am Morgen wurden alle im Süd-Trakt des Hotels von der wohl lautesten Kaffeemaschine geweckt, die je gebaut wurde (so zumindest die Aussage eines frisch geweckten Mitgliedes). Da um 04:30 noch kein Frühstück vorbereitet war, wurden den Musikanten Lunch-Säcklis bereitgelegt. Ein Morgen ist aber nur ein richtiger Morgen mit Morgenkaffee, welcher im Säckli fehlte. Sicher ist sicher, denkt sich der Kaffeeliebhaber und packt seinen Kaffee halt selber ein.
In alter Frische fuhren sie nun los ans so lang erwartete Musikfest. Auch in Montreux zeigte sich der Car-Chauffeur gewitzt und fand neben einem Friedhof einen Platz um auszuladen – unweit vom Einspiellokal. Wieso der Einweiser die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen hatte, wusste niemand. Man hat ihn durch die Scheibe halt nicht verstanden, und schon gar nicht auf Französisch.

Vor dem Wettbewerb hatten die Musikanten 40 Minuten Zeit zum Einspielen und heikle Passagen der Musikstücke nochmals anzuspielen. Noch kurz einen «Angschtbisi», und dann gings auch schon los mit dem Wettbewerb. Die HMF erspielte beim Aufgabenstück 84- und beim Selbstwahlstück 88 von möglichen 100 Punkten. Bravo!
Anschliessend wurde noch ein kurzes Marschmusik-Briefing eingelegt, ins Instrumentendepot verschoben und sich für den Marschmusikwettbewerb vorbereitet. Dieser startete präzis um 12:09 Uhr. 166 Takte und 249 Meter später war die HMF um 83.33 Punkte reicher. Auch hier haben sich die zahlreichen Marschproben und die gute Vorbereitung des Dirigenten Wolfgang Dautel bemerkbar gemacht.

Da die Strecke zurück zum Instrumentendepot nun länger geworden ist, haben einige die Gelegenheit gleich genutzt, den Rückweg vor dem Zmittag durch die Festmeile zu suchen. Dies hatte zur Folge, dass sich einige fürs Gruppenfoto hinten hineinschleichen mussten. Es fanden aber zum Glück alle im Bild Platz. Nächster Termin: Mittagessen. Keine Besonderen Vorfälle. Übernächster Termin: Instrumentenverlad und Rückreise zum Hotel. Keine besonderen Vorfälle, ausser dass niemand mehr jassen wollte. Kein Wunder: Der Tag war lang und geprägt von tollen Erlebnissen, spannenden Geschichten, neuen Bekanntschaften, viel Festfreude und der einen oder anderen Portion Fast Food. Da war wohl keine Energie für einen Jass mehr übrig.

Am nächsten Tag hatten alle frei (ausser natürlich der Car-Chauffeur) und konnten Vormittag das Fest nochmals entspannt geniessen. Überall fand man HMFler: An der Marschmusikstecke, im Stravinksi-Auditorium, in der Miles Davis Hall, beim Pizzastand oder auf der Festmeile. Da über die Mittagspause der Regen ein- und die Musikvorträge aussetzten, fuhr Sandro Hegglin mit seinen Musikanten etwas früher heim in die Ostschweiz. Und als die Mitglieder aus dem Car ausstiegen, hörte man sagen: «Hei, schon wieder zurück» oder «und schon ist’s wieder vorbei». Kein Wunder: Jedes Abenteuer mit einem gedrängten Programm, einer guten Stimmung und viel Freude geht doch zu schnell vorbei.

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